Beschlüsse

Grundsatzprogramm der Schüler Union Nordrhein-Westfalen

Wer wir sind

Die Schüler Union Nordrhein-Westfalen ist als Landesverband, ein Teil, der größten politischen Schülerorganisation in Deutschland. Die Schüler Union ist in den 1970er Jahren, als Gegner einer Linksbewegung, gegründet worden. Die Organisation wird von jungen Menschen geleitet, die zur Schule gehen oder eine sich in einer Ausbildung befindenden, wobei das maximale Alter der Mitgliedschaft 21 Jahre ist und die politische Richtung der Organisation ist christlich-sozial und konservativ. Das Ziel dieser Organisation ist es, Mitschüler und auch anderen jungen Menschen ein gerechtes und gutes Lernen mit Chancengleichheit zu ermöglichen und die Bildungsstrategien zu erneuern, ihrer Umgebung anzupassen und so zu verbessern. Darüberhinaus setzt sie sich für die Interessen der Schülerinnen und Schüler vor Ort ein und bemüht sich immer um Fortschritt.

Der Schüler Union Nordrhein-Westfalen ist es besonders wichtig jedem Kind die möglichst höchsten Bildungschancen zu bieten und so die Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen mit den besten möglichen Lernen und den dazu gehörigen Bedingungen, berufsnah und berufsorientiert, auf Ihr späteres Leben vorzubereiten. Die Schüler Union ist dabei immer bereit diese Ideen auch an Schülerinnen und Schüler, die nicht im Nordrhein-Westfalen wohnen und/oder dort zur Schule gehen, weiter zu geben.

Nach der Meinung der Schüler Union Nordrhein-Westfalen sollen die Merkmale, welcher Religion und welcher Familie die Person angehört, wie die Person aussieht und wie sie denkt, aber auch aus welchem Land die Person stammt, bei zum Beispiel der Bewertung in der Schule, egal sein.

Dabei ist unser Fundament die Verbesserung der schulischen Lern-, Arbeits-, Aufenthalts- und Umgangsbedingungen. Diese gerade im Bereich der materiellen Voraussetzungen und auch im Bereich der Kompetenz zu steigern. Wobei unser Gedanke immer der Prägung durch die Schule für das spätere Leben gilt.

Grundlage unseres Handelns

Wir, die Schüler Union Nordrhein-Westfalen, handeln immer aus unserer vollsten Überzeugung. Zudem sehen wir uns dazu verpflichtet immer die Meinungen und den Willen der Schüler zu berücksichtigen. So ist unsere Ideologie besonders basierend auf den Werten von Freiheit und Vernunft.

Ein sehr wichtiger Aspekt der Schüler Union Ruhrgebiet ist, bei allen Vorhaben die Demokratie als Grundlage unseres Handelns, an die anderen Schülerinnen und Schüler zu vermitteln, ihnen ein demokratisches Bewusstsein zu verschaffen und/oder auszubauen sowie uns und den Schülerinnen und Schülern dabei bewusst zu machen wie gut das deutsche Staatssystem funktioniert.

Die Grundsätze der politischen Meinung der Schüler Union Nordrhein-Westfalen sind, die einen Teil unserer deutschen Verfassung bilden, Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität.

Die Schüler Union Nordrhein-Westfalen baut auf den Grundsätzen der Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität ihr Handeln auf:

Die Freiheit muss allen Schülerinnen und allen Schüler in den verschiedensten Bereichen gewährleitstet werden. So müssen sich Schülerinnen und Schüler frei in ihrer Wahl der Fächer wie zum Beispiel der zweiten Fremdsprache, nur unter ihrer persönlichen Meinung, mit Berücksichtigung ihrer Stärken und Schwächen, entscheiden können. Zudem müssen sie frei in der Wahl ihrer weiterführenden Schule, die sie fordert und fördert, sein. Auch sollen alle Schülerinnen und Schüler frei von Religion, politischer Meinung, Hautfarbe, Herkunft etc. ihre Schullaufbahn durchlaufen können. Wie die Freiheit von Merkmalen auch in unserem Grundgesetz im übertragenen Sinn in Artikel 2 Vers 1 und in Kapitel 3 Vers 1 niedergeschrieben ist:

„Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.“

 „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.“

(zitiert aus dem deutschen Grundgesetz)

Das Schulsystem muss gerecht gegenüber allen Schülerinnen und allen Schülern sein. So soll das Talent jedes Einzelnen individuell gefordert und gefördert werden. In dem Mittelpunkt der Schule, nach der Meinung der Schüler Union, soll deshalb nicht ein gleichmachen der Schülerinnen und Schüler stehen, sondern eine gerechte Weiterbildung. Die Bewertung jedes Einzelnen soll deshalb  vollkommen unabhängig von der Leistung jeder anderen Schülerin und jedes anderen Schülers sein.

Bei der Bewertung soll jeder Schüler frei von seinen Merkmalen und nur auf Grund seiner Leistung bewertet werden. Dazu möchten wir, dass die der Stand der Bewertung immer durch die Schülerin oder den Schüler abgefragt werden kann und dass dann auch die Frage, in der passenden Würde mit einem Anrecht auf das Wissen des Bewertungsstandes, beantwortet wird.

Solidarität muss zwischen den Schülerinnen und den Schülern vorhanden sein. Solidarität ist nicht nur in der Schule ein wichtiger Bestandteil, sich gegenseitig zu helfen und so beidseitig zu profitieren, sondern auch im Berufsleben. Die Schülerinnen und Schüler sollen Ideen, Aktivitäten und Ziele gemeinsam als gleichgesinnte verfolgen um so ein besseres Ergebnis zu erreichen, dabei aber den gleichen Einsatz für gemeinsame Resultate zu zeigen, damit die Zusammenarbeit eine Solidargemeinschaft bleibt.

Rechte, Pflichten und Befugnisse der Schüler

Die Schüler sind der Wichtigste Teil in der Schule, denn ohne sie würde die Schule nicht funktionieren. Sie sind die Personen zwischen Eltern und Lehrern. Damit haben die Schüler auch Rechte, Pflichten und Befugnisse. Denn nach der Meinung der Schüler Union Hamm müssen die Schüler Verantwortung bekommen und übernehmen, um schon in frühen Jahren zu lernen zu koordinieren und zu organisieren.

Jeder Schüler hat Pflichten.

Ein Schüler hat die Pflicht der Mitarbeit in der Schule.

Ein Schüler muss pünktlich zur Schule kommen und muss seine Hausaufgaben eigenständig erledigen. Zudem muss sich ein Schüler mit Respekt gegenüber Mitschülern und Lehren verhalten. Der Schüler muss auch dafür Sorge tragen, dass er seine Arbeitsmaterialien mit zur Schule bringt. Zudem muss er den Inhalt der Unterrichtsstunden immer wiedergeben können und, an Beispielen, erklären können.

Ein Schüler hat die Pflicht der Verantwortungsübernahme in der Schule.

Jeder Schüler hat die Pflicht auf Verantwortungsübernahme. So sollen die schon in frühen Jahren lernen zu organisieren und zu managen. So sollen die Schüler auf die wichtigsten Punkte für das spätere Leben schon früh vorbereitet zu werden und lernen Verantwortung zu zuverlässig übernehmen

Jeder Schüler hat Befugnisse.

Jeder Schüler hat die Befugnis der Wahl in der Schule.

Der Schüler hat die Befugnis das Fach des Wahlpflichtbereiches eins und zwei zu wählen.

Zudem kann jeder Schüler das Fach Religion nach der Vollendung des 14. Lebensjahres abwählen. Darüberhinaus kann jeder Schüler an dem Fach Religion teilnehmen, auch wenn er nicht der christlichen Religionsgruppe angehört.

Jeder Schüler hat Rechte.

Ein Schüler hat das Recht der Mitbestimmung in der Schule.

Jeder Schüler darf sich an der Wahl des Schülervertreters indirekt oder direkt (je nach Schule) beteiligen. Das Recht der Mitbestimmung spiegelt sich nicht nur in der Schule wieder, sondern auch in anderen Gremien. So darf der Schüler an einer Vielzahl von Abstimmungen teilnehmen und mitbestimmen. Der Schüler darf auch das Recht der Mitbestimmung der Wandertage, das Recht der Mitbestimmung am Aufbau des Unterrichts und das indirekte Recht der Mitbestimmung in der Schulkonferenz sowie bei vielen anderen Entscheidungen wahrnehmen.

Ein Schüler hat das Recht der Selbstbestimmung in der Schule.

Jeder Schüler hat ein Recht auf Selbstbestimmung. So soll sich jeder Schüler in seiner Art der Gestaltung frei verwirklichen.

Ein Schüler hat das Recht der Freiheit in der Schule.

Jeder Schüler hat das Recht auf Freiheit und freie individuelle Entfaltung in der Schule. Diese Freie Entfaltung soll durch den Unterricht gefördert werden. Damit soll der Schüler ein Recht darauf haben durch z.B. frei zu gestallten seine Stärken und Schwächen heraus zu kristallisieren und sich so einen Beruf auszuwählen sowie seine Meinung frei äußern zu dürfen etc.

Ein Schüler hat das Recht des Frieden in der Schule.

Jeder Schüler hat ein Recht auf Frieden zwischen Lehrern und Schülern. Sich so frei zu verständigen und Probleme frühzeitig aus dem Weg zu schaffen. An diesem Schulfrieden hat jeder einen kleinen Anteil. Jeder Schüler, jeder Lehrer und die anderen Mitwirkenden Personen in einer Schule. Der Frieden ist ein Ziel aller um so eine gute Grundlage zur Weitergabe des Wissens zu schaffen.

Ein Schüler hat das Recht der Achtung in der Schule.

Jeder Schüler hat das Recht auf Achtung. Jeder Mensch ist gleich und wir einen uns in unserem Erbgut, dass zu 99,9% das gleiche ist. So sollten wir uns auch gegenseitig achten, schätzen und so profitieren. Diese Achtung beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Schüler, sondern auf alle Schüler der Schule.

Ein Schüler hat das Recht der Gerechtigkeit in der Schule.

Jeder Schüler hat das Recht auf Gerechtigkeit. So soll jeder Schüler gleich gerecht behandelt und bewertet werden. Jeder Schüler hat deshalb das Recht auf eine angemessene Note, die sich aus dem Fachwissen und der Mitarbeit wie den Klassenarbeiten zusammensetzt, jedoch nicht aus der Sympathie und Antipathie vom Lehrer.

Ein Schüler hat das Recht der Solidarität in der Schule.

Jeder Schüler hat das Recht auf Solidarität. Jeder Schüler hat das Recht sich mit anderen Schülern zusammen zu arbeiten.

Ein Schüler hat das Recht der Subsidiarität in der Schule.

Jeder Schüler hat das Recht auf Subsidiarität in der Schule. So soll jeder Schüler erst probieren seine Ideen auf tiefen Gremien zu verwirklichen. Erst danach soll er sich an überregionale wenden. Dabei ist sein Recht, dass ihm dieser Weg zugesichert wird und man Schülern schon in regionalen Gremien auf Schulbasis hilft.

Ein Schüler hat das Recht der Meinungsfreiheit in der Schule.

Jeder Schüler hat das Recht auf Meinungsfreiheit. Durch die Meinungsfreiheit soll sich jeder kritisch gegen über der Schule äußern können. Durch diese konstruktive Kritik soll die Schule verbessert werden und sich der Zukunft zuwenden. Jedoch soll man diese Kritik immer sachlich und nicht emotional auf die Personen, die in der Schule arbeiten, beziehen. Im Gegenzug soll diese Kritik auch offen aufgenommen und verarbeitet werden.

Ein Schüler hat des Recht der Gleichberechtigung in der Schule.

Jeder Schüler hat das Recht auf Gleichberechtigung in der Schule zwischen Mädchen und Jungen.

Das spätere Leben – Beruf, Gesellschaft und Familie

„Non scholae, sed vitae discimus.“ Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.

Auf dem Grundsatz der Schule des alten Roms ist das Handeln der Schule aufgebaut. So soll die Schule die Schülerinnen und Schüler nicht nur Intelligenz vermitteln, sondern auch im menschlichen Sinne auf das Leben vorzubereiten. Dies ist eine der wichtigsten Thesen der Schüler Union Nordrhein-Westfalen in jeglichen Belangen.

Schulstruktur

Die Schulstruktur in Nordrhein-Westfalen soll nach Meinung der Schüler Union im Bezug auf den Ablauf von der Möglichkeit des Besuches einer Kindertagesstätte über die des Kindergartens beibehalten werden.

Wir möchten, dass die Anzahl der Kindergärten beibehalten beziehungsweise angepasst wird und jedem Kind die Chance einer guten infrastrukturellen Anbindung an diese Einrichtungen gewährt wird. Das Angebot an Kindertagestätten soll weiterhin ausgebaut werden, um jedem ein Recht auf einen Platz einzuräumen.

Danach folgt die Grundschulzeit im Alter von sechs- bis elf Jahren. Wir stehen für den Erhalt der vierjährigen Grundschulzeit. Eine Differenzierung der Kinder in diesem Alter nach ihrem Leistungsstand ist enorm wichtig. Nur so können wir dem Versuch des Prozesses der Bildung einer „Einheitsschule“ entgegenwirken. Wir möchten die Schüler nicht hin in eine Klassengesellschaft befördern, doch ihnen die Möglichkeit gewähren sich mit intellektuell gleichgesinnten zu messen und zu lernen. Eine längere Grundschulzeit würde zu mehr Rücksichtnahme für alle Beteiligten führen und nicht der Idee dienen ein angemessenes Lerntempo zu erreichen. Resignation wäre eine der fatalen Folgen.

Desweiteren stehen wir für eine gute Rechen-, Schreib- und Leseausbildung in der Grundschule. Diese Grundfähigkeiten sind von essentieller Bedeutung. Desweiteren sollen musikalische, künstlerische und sportliche Talente früh gesichtet und gefördert werden. Dafür ist natürlich eine außerschulische Zusammenarbeit mit Vereinen, anderen Schulen und weiteren Organisationen nötig. Als dritter wichtiger Bestandteil ist eine heimatnahe und umgebungsnahe Sachkunde wichtig. Sie bildet den Grundbaustein des Allgemeinwissens.

Das wichtigste Ziel der Grundschule ist nach Meinung der Schüler Union Nordrhein-Westfalen nicht ein gewisses Lernniveau, auch wenn dieses sehr wünschenswert und großenteils erforderlich ist, sondern die Einstellung für das Leben zu lernen und Spaß an diesem Lernen zu entwickeln.

Die Gliederung des Schulsystems

Das weiterführende Schulsystem besteht vorwiegend aus Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien, Gesamtschulen, Sekundarschulen, Förderschulen und den Berufsschulen.

Bildungsziele der Schultypen

Hauptschule

Die Hauptschule soll den Schülern ein Allgemeinwissen in den Gesellschafts-, Geistes- und Naturwissenschaften vermitteln. Im Zentrum stehen dabei sprachliche und mathematische Kompetenzen mit denen die Schüler einen Grundbaustein für den Werdegang legen sollen können. Wichtig ist, dass die Hauptschule sehr praxisnah und schon in früheren Jahren berufsorientiert lehrt. So soll den Schülern eine Ausbildung in einem Betrieb und in der Berufsschule gut gelingen. Desweiteren sollen talentierte Schüler die Möglichkeit erhalten die Fachoberschulreife zu erlangen. Sozial stehen die Aspekte des richtigen Handelns mit sich selbst und den Mitmenschen und die Vernunft im Vordergrund. Schüler können nur in einem Beruf und dem Leben bestehen, wenn sie auch lernen Verantwortung zu übernehmen.

Realschule

Die Realschule soll den Schülern ein erweitertes Allgemeinwissen vermitteln und sie unter Einbezug der Wahl verschiedener Schwerpunkte wie einer zweiten Fremdsprache, der Ausweitung naturwissenschaftlicher oder kaufmännischer Kenntnisse auf eine Ausbildung oder den Besuch in der Sekundarstufe II an Gymnasien oder Berufskollegs vorbereiten. Die Ausbildungschancen sehen wir vor allem im gehobener Dienstleistungsbereich oder kaufmännischem Bereich. So hat ein Realschüler nach Abschluss der Schule diverse Möglichkeiten sich in der Berufswelt  zu orientieren. Der Schüler soll bei dieser schweren Aufgabe von der Schule durch die Einrichtung von Praktika begleitet werden.

Gymnasium

Das Gymnasium soll dem Schüler ein breites Allgemeinwissen vermitteln. Ziel ist es ihn so bestmöglich zu einem Studium zu führen und ihm zudem eine Eigenverantwortlichkeit, Selbstständigkeit und Initiative zu erlernen. Jeder Schüler soll desweiteren soziale Kompetenzen in einem hohen Maße ausbilden, um die ideale Vorbereitung auf die Berufswelt zu erlangen. Das Gymnasium ist wichtig, um viele Schüler schon früh zu formen und gerade hochqualifizierte Fachkräfte auszubilden.

Gesamtschule und Sekundarschule

Die Gesamt und Sekundarschule sind eine Mischung aller Schulformen. Sie sollen nur dann eingesetzt werden, wenn es ortgebunden nicht möglich ist eine Bildungsdifferenzierung anzubieten. An diesen Schulen sollen alle Bildungswege möglich gemacht werden. Sie sind nach unserem Verständnis lediglich eine Ergänzung des sich bewährenden Bildungssystems!

 Inhaltliche Forderungen

Reformation des Abiturs nach acht Jahren (G8)

 Die Schüler Union steht für das Abitur nach acht Jahren. Wir finden es falsch eine Rückreformation des Gymnasiums durchzuführen. Der Kostenaufwand ist zu groß. Das Abitur nach acht Jahren hat sich in vielen Bundesländern bewehrt und es ermöglicht den Schülern eine Chance früher in die Berufswelt einzusteigen und immer länger werdenden Ausbildungs- und Weiterbildunswegen entgegenzuwirken. Doch wir als Schüler Union Nordrhein-Westfalen stehen auch für eine Reformation des Abiturs nach acht Jahren. Damit die Durchführung praktikabel wird müssen mehr unwichtige Bildungsinhalte nicht mehr Teil des Unterrichts sein und wichtige Grundlagen/Grundmethoden in Hinblick auf ein Studium intensiviert werden und verstärkt werden. Die Schüler sollen unserer Meinung nach stärker in mathematischen und ökonomischen Grundlagen geschult werden. Desweiteren muss man den entstehenden Lernaufwand möglichst gering durch einen angemessenen Schulstundenaufwand eingrenzen. Während ein Lehrer circa 27 Schulstunden unterrichtet, muss ein Schüler 34 Schulstunden besuchen. Dies ist unserer Meinung nach mit einer Vor- und Nachbereitung wie mit dem entstehendem Lernaufwand gerade im Bezug auf die Klausuren unangemessen.

Gesetzliche Mittagspause

 Jeder Schüler in der Schule sollte nach max. sieben Schulstunden ein Anrecht auf eine gesetzlich legitimierte Mittagspause haben. Es gibt nahezu keine Arbeitsplätze in der freien Wirtschaft, welche ihre Mitarbeiter ohne eine längere Pause auskommen lassen. Doch an vielen Schulen gewährt man den Schülern keine Zeit ein Essen einzunehmen und setzt die Schüler so schon frühzeitig unter eine zu große Stressbelastung. Wir sind der Überzeugung, dass wenn nicht ein Umdenken einhergehend mit Reformen geschieht wir weiterhin steigende Anzahlen an psychosomatischen und psychologischen Erkrankungen erwarten müssen.

Erlangen der Fachoberschulreife nach der neunten Klasse an Gymnasien

 Die Schüler Union fordert das Erlangen der Fachoberschulreife an Gymnasien nach der neunten Klasse. Wir möchten so eine entstandene Ungleichheit beheben, da im Zuge der Veränderungen durch das Abitur nach acht Jahren sich die Schulzeit und das Leistungsniveau in Abhängigkeit zur Zeit verändert hat. Die Schüler sollten folglich nach dem neunten Schuljahr das gleiche Wissen erlangt haben wie die Schüler im vergangenen neunjährigen Abitur nach dem zehnten Schuljahr. Dabei wurde jedoch nicht der Schulabschluss mit angepasst, sodass die Schüler nun trotzdem erst nach zehn Jahren die Fachoberschulreife erlangen. Daraus resultiert ein Problem. Schüler, die die folgende Jahrgangsstufe der Einführungsphase an den Gymnasien nicht bestehen, erlangen keine Fachoberschulreife, wenn sie sich darauf folgend für eine Ausbildung entscheiden. Dies ist eine Ungerechtigkeit und offenbart für einige junge Menschen große Probleme.

Zentralisierung des Differenzierungsbereiches II

 Der Differenzierungsbereich des Landes  Nordrhein-Westfalen ist ein Unterrichtsfach, welche in etwa drei Stunden pro Woche in der Schule in der achten- und neunten Klasse an Gymnasium und in der achten- bis zehnten Klasse an Haupt- und Realschulen unterrichtet wird. Dabei entscheidet jede Schule mehr oder weniger selbst über dieses Unterrichtsfach. Das bedeutet, dass jede Schule selbst überlegt, welche Fächer sie den Schülern zur Auswahl stellt. Häufig wird versucht eine gesellschaftwissenschaftliche-, eine naturwissenschaftliche Kombination und eine Sprache anzubieten. Ferner wird auch noch ein künstlerisch-technisches Fach an den Schule angeboten. Dies gibt es besonders an Haupt- und Realschulen.

Doch wir als Schüler Union stellen uns gegen das praktizierte Prinzip, da wir eine Zentralisierung der Fächer innerhalb Nordrhein-Westfalens mit einem konkreten Kernlehrplan fordern, damit die Themendopplung mit anderen Fächern gestoppt wird und wir zu einer zukunftsfähigen Schule gelangen.

Unser Ansatz ist es deshalb verpflichtend an allen Schulen die gleichen Fächer anzubieten. Diese sollen dann an Gymnasien noch zielführender auf die Oberstufe hinführen und neu einsetzende Fächer wie beispielsweise Pädagogik, Informatik oder Sozialwissenschaften  wie auch weitere Fremdsprachen inkludieren. Durch dieses Prinzip würde man dann den Schülerinnen und Schülern schon frühzeitig eine Testmöglichkeit schenken, um sich nicht bei der Fächerwahl  für die Oberstufe falsch zu entscheiden. Für die Real- und Hauptschulen sehen wir das Fach als noch essentieller, weil die Schüler/innen und Schüler so überlegen, in welchen Berufszweig sie einsteigen oder ob sie weiterhin zur Schule gehen möchten.

Eine weitere Idee ist einen Schwerpunkt im Fach Sozialwissenschaften zu setzen, sodass die Geografie, Geschichte und Politik unseres Kontinents und besonders der europäischen Union bearbeitet werden könnten. So könnte man unserer Meinung nach den Frieden unsers Kontinents stärken und sich gegen extremistisches Gedankengut in Europa einsetzen. Zudem bietet die Europäische Union bereits viele Materialien für Schulen an, welche man grandios einbinden könnte.

Ein weiteres Problem sind die Voraussetzungen von Lehrkräften an den Schulen. So ist es derzeit häufig so, dass die Fächer im Differenzierungsbereich II an die fachlichen Ausbildungen der Lehrer angelehnt sind. Eine Umgestaltung würde Voraussetzungen zur Erlaubnis des Unterrichtens des Faches mit sich bringen. Dies würden wir durch eine Weiterbildung lösen wollen, obwohl natürlich die Erlaubnis des Unterrichtes beispielsweise von Biologie als Naturwissenschaft für eine naturwissenschaftliche Fachkombination grundlegend ist. Die Weiterbildung würde ihrerseits durch das Fachgespräch und die Hospitation an der eigenen Schule und weitere Hospitationen an anderen Schulen im Umkreis einhergehen, um Impressionen für den Unterricht und dessen Gestaltung mitzubringen.

Insgesamt würde der Vorschlag der Zentralisierung des Differenzierungsbereiches II für mehr Chancengleichheit innerhalb des Bundeslandes und geringere Barrieren bei Schulwechseln sorgen.

Mehr zentrale Klausuren

 Die Schüler Union Nordrhein-Westfalen plädiert für mehr zentrale Klausuren, da unserer Meinung nach nur so eine gleiche qualitative Erfassung der Leistungsstände der einzelnen Schüler möglich ist. So möchten wir uns am Beispiel des eingeführten Zentralabiturs weiterhin für die Einsetzung mehrerer zentraler Klausuren gerade in der Oberstufe bemühen.

Zurzeit ist uns klar, dass es nicht möglich ist alle Klausuren zentral zu stellen, da auch immer individuelle Bildungsinhalte vermittelt werden sollen. Doch wir möchten gerade zum Ende des ersten Jahres der Qualifikationsphase als Beginn weiterer Zentralisierungsschritte eine weitere Klausur des Landes Nordrhein-Westfalen einsetzen. Diese soll dann genau wie das Zentralabitur ablaufen und beispielsweise doppelt korrigiert werden. eine derartige Klausur sollte jedoch nicht als eine einzige Klausur verstanden werden, sondern als Klausurblock, welchen man basierend auf einer ersten Einführung der Fächer Deutsch und Mathematik auch auf alle Weiteren stetig ausweiten könnte.

Bei jenem Vorhaben denken wir besonders an die Schüler des Landes. Sie sind er Mittelpunkt der Schullandschaft und wir sollten uns immer wieder bewusst machen, dass wir nur zu Ihrem Vorteilen handeln sollten. Sie würden so einerseits eine gute frühzeitige Vorbereitung für das Zentralabitur erhalten, wie auch selbst mehr Gerechtigkeit im Sinne der Gleichberechtigung erlangen.

Unsere Forderung gliedert sich desweiteren in das Vorhaben einer besseren Vergleichbarkeit der Leistungsstände. Differenzen der Ansprüche der unterschiedlichen Klausuren würden sich so erübrigen.

moderne Medien im Unterricht

 Die Schüler Union Nordrhein-Westfalen fordert mehr moderne Medien in den Schulunterricht zu etablieren. Für die meisten Berufe sind Computer und Handys heute essentiell. Wir als Schüler Union Nordrhein-Westfalen möchten uns jedoch nicht dem neuem Zeitalter verwehren.

Computer und Tabletts sind heute wichtig. Sie sind ein Medium, welches zugleich schreiben als auch Recherchen im Internet ermöglichen. Zudem ist eine schnellere Vernetzung untereinander vor Ort möglich. Texte können einfach ohne viel Druckerei versendet werden, wodurch ein monetärer Geldvorteil bei den Schulen und letztlich auch bei den Ländern entstehen könnte. Auch die Problematik der Beschaffung der elektronischen Geräte ist vorerst leicht zu lösen. Wir möchten zuerst einen Klassenzug einrichten, in welchem sich die Schüler bereit erklären die Geräte selbst anzuschaffen.  Sozial benachteiligte Familien könnten Hilfe durch Bildungspakete und Fördervereine erlangen. Hingegen würden andere Familien die Kosten selbst tragen.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist natürlich der Einbezug von Fotografien (z.B. Landkarten) Video- und Audiodateien. So würde klar das Niveaugehoben, da ein Einbezug dieser Quellen neue Anforderungen mit sich bringen würde und darauf folgend die Schüler besser auf die Hochschulzeit oder die berufliche Ausbildung vorberietet werden.

Handys bilden einen weiteren wichtigen Bestandteil der Kommunikation in dem Zeitalter des 21-Jahrhunderts. Unsere Kommunikation wird mit immer kürzer werdenden Kommunikationswegen schneller und auch hier müssen wir die Schüler  einen geschickten Umgang lernen. Wir möchten unter Einbezug von Wertemaßstäben den Schülern einen vernünftigen und freien Umgang vermitteln lassen, denn Schule sollte sich nicht nur auf herkömmliche Lerninhalte beschränken, sondern auch das Zusammenlaben in der Gesellschaft lehren.

Zwei Gründe werden häufig genannt, welche einem Verbot von modernen Medien in Schulen verbieten sollen:

Erstens sei eine Gefahr des Internetmobbings mit dem Dreh zahlreicher Gewaltvideos zu groß. Diesem Argument stellen wir den Schulauftrag der Bildung und Einführung in das zuvor geschilderte gesellschaftliche Leben entgegen. Schüler werden, wenn sie nicht in frühen Jahren lernen die Medien moralisch richtig einzusetzen, sie auch in der Zukunft nicht vernünftig einsetzen und sich auch nicht ihrer Vorteile bedienen können.

Zweitens sehen Viele eine Erregung des sozialen Neids. Dieses Argument ist für und kraftlos, denn wir müssen einsehen, dass jegliche sozialistische und kommunistische Bemühungen der Umstrukturierung unserer heterogenen Gesellschaft in Vielfalt hinzu Einer homogenen ohne individuelle Ziele beruhend auf der Chancenlosigkeit gescheitert sind. Es gibt Dissonanzen im Bezug auf den Verdienst und das Vermögen. Diese sollten wir nicht kritisieren, sondern mehr als Chance ansehen. Früh könnten die Schüler neue Impressionen erhalten, aus welchen ein Umdenken in der Leistungsgesellschaft resultiert. So würde man eine eigene Initiative entwickeln können ,um selbst einen sozialen Aufstieg zu erlangen.

Differenzierung der Lehrkraftsausbildung

 Die Schüler Union Nordrhein-Westfalen spricht sich gegen die Einheitsschule und mit ihr auch gegen die damit einhergehende Idee der Vereinheitlichung der Lehrerausbildungen für alle Schulformen aus. Jede Schulform verfolgt andere Ziele im Bezug auf die Ausbildung ihrer Schüler und somit muss man auch die jeweiligen Lehrer direkt in ihrer Ausbildung gezielt auf jene Ziele vorbereiten, um jeweils das ideale Ergebnis der Bildung der Schüler zu erzielen. Ein jeder Schritt hin in die Richtung der Verallgemeinerung der zentralen Aspekte den Lehrer auf die Schulform vorzubereiten muss erhalten bleiben. Wir möchten jedoch trotzdem möglich viel Transparenz schaffen, sodass jedem Lehrer die Chance gewahrt wird die Schulform durch eine Umschulung zu wechseln.

Desweitern gibt es ein Problem bei dem Vorhaben auch zeitgleich eine weitere Ausbildung zum Lehrer für inklusive Schulen in diese komplette Einheitsausbildung einzugliedern, denn es ist zwar wünschenswert hinzu einer Ausbildung zu gelangen, welche einen Lehrer in allen Belangen schult, aber in einem nächsten Schritt sehen wir dann die Abschaffung der zweiten Betreuungsperson für geistig-behinderte Kinder gefährdet. Viele Schüler sind auf eine Person angewiesen, welche zwingend auf sie angewiesen sind, um im Fall eines epileptischen Anfalls Hilfe zu erlangen. Ansonsten müsste die Lehrkraft zeitweilig den Unterricht unterbrechen. Ein fataler Stundenausfall ist die Folge.

Ablehnung der Geschlechterdifferenzierung von Jungen und Mädchen

 Die Trennung von Mädchen und Jungen gab es über viele Jahrzehnte in Deutschland. Die Folge war eine Klassifikation. Ein Junge der mehr Möglichkeiten hatte als das Mädchen, wessen Leben als Hausfrau in großen Teilen determiniert war. Deshalb halten wir die Idee der Trennung von Jungen und Mädchen in Schulen in Fächern oder ganzen Schulen für falsch. Wir sind gegen diese Einordnung, denn wir sehen die Gefahr einer Bildungsprävaliegation eines Geschlechts. Zudem müssen alle Menschen unabhängig ihres Geschlechtes später in jeder Weise auf dem Arbeitsmarkt zusammen konkurrieren und  zusammenarbeiten. Je früher man dies lernt, desto einfacher wird es jedem auch im späteren Leben fallen. In der Zeit des demografischen Wandels ist eine weitere Differenzierung nicht möglich. Zuletzt musste erst die Sekundarschule eingeführt werden, um die Bildung in strukturschwächeren Gebieten zu sichern. Bestätigt sind wir desweiteren durch die immer noch geringeren Gehälter von Frauen in der Berufswelt.

Wir wollen jedoch klar darstellen, dass wir nicht bestrebt sind traditionsvolle Jungen- und Mädchenschulen aufzulösen. Jene Schulen sollen gerade in großen Städten als Kulturgut erhalten bleiben. Wenn aber kein Weg an einer Auflösung auf Grund der Problematik des demografischen Wandels vorbeiführt, so dürfen wir uns nicht einer Zukunftsorientierung vorenthalten.

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